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n.schmidt-lueg
19.2.2026
5 Min. Lesezeit

Eine App im App Store veröffentlichen

Wenn wir mit Unternehmen über App-Entwicklung sprechen, kommt eine Frage fast immer sehr früh: „Was kostet es eigentlich, eine App im App Store oder bei Google Play zu veröffentlichen?“ Und genau an dieser Stelle merken wir häufig, dass viele zwar eine Vorstellung von Entwicklungs­kosten haben, aber kaum von den Kosten rund um die Veröffentlichung. Die meisten gehen davon aus, dass es sich um einfache Store-Gebühren handelt. In der Praxis ist der Prozess etwas komplexer – nicht unnötig kompliziert, aber strukturiert.

Eine App im App Store veröffentlichen

Wenn wir mit Unternehmen über App-Entwicklung sprechen, kommt eine Frage fast immer sehr früh:
„Was kostet es eigentlich, eine App im App Store oder bei Google Play zu veröffentlichen?“
Und genau an dieser Stelle merken wir häufig, dass viele zwar eine Vorstellung von Entwicklungs­kosten haben, aber kaum von den Kosten rund um die Veröffentlichung. Die meisten gehen davon aus, dass es sich um einfache Store-Gebühren handelt. In der Praxis ist der Prozess etwas komplexer – nicht unnötig kompliziert, aber strukturiert.
Wir möchten einmal klar durchgehen, welche Kosten Apple und Google verlangen, was davor und danach an Aufwand entsteht und warum die Store-Gebühr selbst nur ein kleiner Teil der eigentlichen Kosten ist.

Warum sowohl Apple als auch Google Gebühren erheben

Apple und Google betreiben jeweils ein Ökosystem mit klaren Qualitätsrichtlinien, Sicherheitsprüfungen und Regeln, die sicherstellen sollen, dass Apps stabil laufen und Nutzer geschützt sind. Entsprechend verlangen beide Plattformen eine Entwicklerregistrierung.
Der Gedanke dahinter ist derselbe: Qualität sichern, Missbrauch verhindern und sicherstellen, dass jede App, die in den Store gelangt, überprüft wird.
Was viele überrascht:
Google arbeitet deutlich „offener“ und verlangt nur eine einmalige Gebühr.
Apple dagegen prüft strenger und nimmt jährlich Geld.
Diese Unterschiede beeinflussen nicht nur die Kosten, sondern auch den Aufwand im Review-Prozess.


Erklärende Grafik: Die zwei Store-Welten und ihre Kostenlogik
(Eine horizontale Grafik mit zwei klar getrennten Spalten)
Apple App Store (iOS)
Developer Account: 99 USD / Jahr

strenge, manuelle Prüfung

klare Richtlinien

Design- und Datenschutzanforderungen

Google Play Store (Android)
Developer Account: einmalig 25 USD

eher automatisierte Prüfung

weniger strenge UX-Vorgaben

schneller Upload-Prozess

Darunter der Satz:
„Apple kostet jährlich – Google kostet einmalig. Der Aufwand davor und danach ist bei beiden Systemen der eigentliche Kostenfaktor.“

Was Apple verlangt – und warum der Prozess aufwendiger ist

Um eine App im App Store zu veröffentlichen, benötigt man ein Apple Developer Account für 99 USD jährlich.
Das gilt für Unternehmen ebenso wie für Einzelpersonen.
Dazu kommt der bekannte Review-Prozess: Jede App und jedes Update wird manuell geprüft. Apple testet Funktionen, schaut sich das Design an, achtet auf Datenschutz, verlangt korrekte Formulierungen und lehnt ab, wenn etwas nicht den Richtlinien entspricht.
Wir erleben regelmäßig, dass gerade erste Versionen nicht sofort durchgehen. Das ist normal – es ist eher ein Dialog als ein „Test“. Genau dieser Dialog erzeugt viel der Arbeit rund um die Veröffentlichung.

Was Google verlangt – und warum es zunächst einfacher wirkt

Für Google Play braucht man lediglich einen Google Play Developer Account, der einmalig 25 USD kostet.
Danach kann man unbegrenzt Apps veröffentlichen.
Der Upload-Prozess ist schneller, leichter und weniger restriktiv. Viele Apps gehen innerhalb von Stunden live, und Ablehnungen sind seltener – allerdings prüft Google in einigen Kategorien inzwischen strenger nach (z. B. bei Standortdaten, Kinder-Apps, Gesundheitsdaten).
Was viele aber übersehen:
Durch die lockere Prüfungslogik entstehen weniger Kosten im Upload –
aber die laufenden Kosten bleiben identisch, weil technische Pflege, Sicherheit und Updates unabhängig vom Store stattfinden.

Was abseits der offiziellen Gebühren an Kosten entsteht

In Projekten sehen wir immer wieder, dass Unternehmen sich auf die Store-Kosten konzentrieren – und dabei den Aufwand unterschätzen, der rundherum entsteht.
Ganz unabhängig davon, ob es ein iOS- oder Android-Release ist, müssen:

Store-Screenshots erstellt werden

Texte, Beschreibungen und Keywords eingepflegt werden

Datenschutzrichtlinien geschrieben werden

Metadaten gepflegt werden

Inhalte aktualisiert werden

neue OS-Versionen berücksichtigt werden

technische Updates eingereicht werden

Bugs während der Review-Phase behoben werden
  

Dieses Drumherum ist der Grund, warum die Publishing-Kosten viel stärker von der App selbst abhängen als vom Store.

Tabelle: Apple vs. Google – Kosten im direkten Vergleich

Bereich
Apple App Store
Google Play Store
Entwicklergebühr
99 USD jährlich
25 USD einmalig
Prüfprozess
manuell, streng
automatisiert + punktuelle Checks
Dauer bis zur Freigabe
1–3 Tage, manchmal länger
oft wenige Stunden
Kosten für Updates
identisch zur Veröffentlichung
identisch zur Veröffentlichung
Aufwand für Assets (Texte, Screenshots)
gleich hoch
gleich hoch
Langfristige Pflege
hoch (neue Guidelines)
ebenfalls hoch
  

Wichtig ist: Die Höhe der Store-Gebühr sagt fast nichts über den tatsächlichen Aufwand aus.

Deine Topliste: Wann die Veröffentlichungskosten besonders ins Gewicht fallen

Viele Unternehmen unterschätzen weniger die Gebühren – sondern die Situationen, in denen Store-Prozesse regelmäßig auf sie zukommen.
Hier sind die fünf häufigsten Fälle:

Top-Liste: Die 5 Situationen, in denen App-Store-Kosten wirklich wichtig werden

Apps mit häufigen Updates – etwa Shops, Plattformen, interne Tools.

Apps mit Schnittstellen, deren Anbieter regelmäßig Änderungen einführen.

Apps, die auf neue iOS- oder Android-Versionen reagieren müssen (das ist jedes Jahr der Fall).

Apps mit mehrsprachigen Store-Einträgen.

Apps, die geschäftskritisch sind und deren Down-Time teuer wäre.
  

In all diesen Fällen ist die Store-Gebühr nebensächlich – entscheidend ist die Pflege.

Die Veröffentlichung kostet wenig – die Qualität kostet Zeit

Apple und Google verlangen überschaubare Gebühren.
Was wirklich Arbeit macht, ist:

die Vorbereitung

die technische Gesundheit der App

die Einhaltung der Richtlinien

der Review-Prozess

die Pflege nach dem Release
  

Eine Veröffentlichung ist kein finanzieller Engpass – sie ist ein Qualitätsprozess.
Und je besser man diesen Prozess strukturiert, desto berechenbarer werden die gesamten Kosten.